WM 2014: Sepp Blatter hinterfragt Weltmeisterschaft in Brasilien

By | 19. Juli 2013
FIFA-Präsident Sepp Blatter

AP

FIFA-Präsident Sepp Blatter scheint sich immer noch mit den Protesten und Geschehnissen beim Confed Cup zu beschäftigen. De 77-jährige hat nun zum ersten Mal öffentlich die WM-Vergabe an Brasilien in Frage gestellt. Sollten sich die Ereignisse im nächsten Jahr wiederholen, dann sei die WM am Zuckerhut ein Fehler gewesen so Blatter.

Anfang Juli hat der der Fußball-Weltverband FIFA und vor allem deren Präsident Sepp Blatter eine positive Bilanz nach dem Confed Cup gezogen. Der Schweizer äußerte sich damals auf der Turnier-Abschlusskonferenz wie folgt dazu:

Dieses Turnier war ein großer Erfolg, trotz der sozialen Unruhen im Umfeld. Es war keine Generalprobe, es war ein Wettbewerb der Champions.

Die Kritik am Gastgeberland Brasilien, vor allem der Politik, war nach dem Turnier groß. Bei vielen Experten und Fans stieg die Skepsis und die Angst auch kommendes Jahr während der WM solche erschreckenden Szenen und Bilder zu erleben. Sepp Blatter hielt bisher stets zu Brasilien und verteidigte die FIFA und deren Entscheidung hinsichtlich der Turniervergabe, doch auch beim 77-jährigen gibt es mittlerweile gewisse Zweifel:

Wenn das nochmal passiert, also das Gleiche, dann müssen wir uns fragen, ob wir bei der WM-Vergabe falsch gewählt haben

Damit hat der FIFA-Präsident die WM 2014 in Brasilien erstmals öffentlich hinterfragt. Er sieht jedoch vor allem die Politik in der Verantwortung und nicht den Fußball-Weltverband:

Die Lehren müssen nicht wir ziehen aus den Unruhen in Brasilien. Die muss die Politik in Brasilien ziehen

Weitere Gespräche sollen im September folgen

Bereits während des Confed Cups suchte die FIFA den Dialog mit der brasilianischen Politik bzw. Regierung. Im September sollen weitere Gespräche mit Präsidentin Dilma Rousseff stattfinden. Bis dahin sollen weitere Maßnahmen vorgestellt werden, wie die Fußball-Weltmeisterschaft kommendes Jahr reibungslos abläuft.

Wir sind gespannt ob dies der richtige Weg ist den die FIFA hier eingeschlagen hat. Sicherlich ist zunächst die brasilianische Politik gefordert, da es sich hierbei um innenpolitische Themen handelt. Dennoch kann und sollte die FIFA nicht jegliche Verantwortung von sich weisen, schließlich handelt es sich hierbei um ein gemeinschaftliche Großveranstaltung bei der eine Zusammenarbeit mit dem Gastgeberland und damit eine gegenseitige Unterstützung unabdinglich ist.

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