Showdown der besten Fußballer im CL Finale 2015 in Berlin

By | 6. Juni 2015

Das diesjährige Champions-League-Finale zwischen der italienischen Mannschaft Juventus Turin und dem spanischen Team FC Barcelona verspricht einen Showdown der besonderen Art. So treffen zwei der erfolgreichsten europäischen Vereinsmannschaften aufeinander. Der FC Barcelona verfügt über den derzeit besten Sturm in der Geschichte des Fußballs. Außerdem steht mit dem Argentinier Lionel Messi ein Spieler der ganz besonderen Extraklasse in den Reihen der Katalanen. So sprechen manche Beobachter auch von einem „Duell der Giganten“. Allerdings gelten die Spanier als Favoriten.
 
Bilanz in der Champions League spricht für Turin

Das Duell zwischen Juve und Barca ist das erste Aufeinandertreffen beider Teams in der Champions League seit zwölf Jahren. In der Saison 2002/03 standen sich Juventus Turin und der FC Barcelona im CL-Viertelfinale gegenüber. Die Turiner entschieden das Spiel für sich und zogen sogar ins Finale gegen den AC Mailand ein. Allerdings ging dieses durch ein 2:3 im Elfmeterschießen verloren. Richtet man sich nach der CL-Bilanz, hat Juve die Nase vorne. So gab es bislang acht Spiele zwischen Turin und Barcelona, von denen die Italiener vier für sich entscheiden konnten. Zweimal gewann Barcelona und zwei weitere Partien endeten remis.
 
Sportwetter sehen Barca vorne

Ungeachtet dieser Bilanz erwarten die Wettanbieter jedoch einen Erfolg des FC Barcelona am Samstagabend in Berlin. Zu gut zeigten sich die Spanier in der bisherigen Saison. Die Wettquoten schwanken zwischen 1,36 und 1,40 für einen Sieg von Barca. Die Quoten für einen Erfolg von Juventus Turin liegen dagegen zwischen 3,10 und 3,50.

 
Die Quoten zum CL Finale Juventus gegen Barcelona

Grafik oben: Die Wettquoten zum Champions League Finale 2015 zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona im Vergleich der wichtigsten Sportwettenanbieter. Quelle: sportwettenanbieter.info am 6.6.2015

 
Unterschätzen sollte man die Mannschaft aus Turin jedoch nicht. Es wäre nicht das erste Mal, dass im Fußball die vermeintlich unterlegene Mannschaft als Sieger den Platz verlässt. Der Aufschwung des Turiner Teams war jedenfalls beachtlich. So überstand es in der vorherigen Saison nicht einmal die Gruppenphase und steht nun im Endspiel. Dabei warf die alte Dame nicht nur angeschlagene Mannschaften wie Borussia Dortmund und den AC Monaco aus dem Turnier, sondern setzte sich im Halbfinale auch gegen den vermeintlichen Favoriten Real Madrid durch. Der Einzug ins Finale war also durchaus verdient.

Besonders hervorzuheben ist Juves starke Defensive. So gab es in zwölf Spielen lediglich sieben Gegentore. Aber auch der Angriff der Mannschaft erweist sich häufig als Unruheherd. Für einen Erfolg des FC Barcelona spricht jedoch dessen dynamisches Dreigestirn, das sich aus Messi, Neymar und Suarez zusammensetzt. Nach dem Ausscheiden des FC Bayern München gegen Barca im Halbfinale steht mit Torhüter Marc-Andre ter Stegen zumindest ein deutscher Spieler im Berliner Olympiastadion.

Olympiastadion Berlin

Michael Barera [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Neben den erfolgsverwöhnten Bayern warf der FC Barca auch weitere renommierte Teams wie Manchester City und Paris aus dem Rennen. Insgesamt erzielten die Katalanen bislang 25 Tore in dieser Saison in der Champions League, was für ihre außergewöhnliche Treffsicherheit spricht. In den vergangenen Jahren entschieden letztendlich die torhungrigsten Teams die Endspiele für sich.
 
Beide Teams fast komplett

Während der FC Barcelona komplett mit 23 Spielern nach Berlin reisen kann, muss Juventus Turin auf zwei Spieler verzichten. So fehlen dem italienischen Team die beiden Verteidiger Martin Cacares und Giorgio Chiellini. Während sich Cacares bereits im März einen Bruch des Knöchels zuzog, erlitt Chiellini zuletzt im Training eine Zerrung in der Wade.

 

Video: Auf ihm liegen die Hoffnungen von Außenseiter Juventus Turin – Paul Pogba hatte großen Anteil an der hervorragenden Saison für den italienischen Double-Gewinner!
 
Dagegen kann der FC Barcelona mit all seinen Akteuren zum Finale antreten. Zwar klagte der Mittelfeldspieler Andres Iniesta zuletzt über Probleme an der Wade, doch sein Einsatz in Berlin ist nicht ernsthaft in Gefahr. Iniesta war übrigens bei den letzten drei Triumphen des FC Barcelona in der Champions League mit von der Partie. Mit einem weiteren Finalsieg könnte er Rekordspieler Clarence Seedorf einholen.
 
Respekt zwischen den Mannschaften sehr groß

Trotz ihrer Favoritenrolle haben die Spieler des FC Barcelona großen Respekt vor ihrem Gegner aus Turin. So sieht Lionel Messi Juve als sehr starken Gegner und eine große Mannschaft an. Der 27-jährige könnte allerdings im Endspiel einen Rekord knacken, wenn er als erster Akteur in drei Finalspielen ein Tor erzielt. Außerdem besteht die Möglichkeit, zum zweiten Mal ein Triple zu holen.

Aber auch Juventus Turin hat große Ziele. Nach mehreren entbehrungsreichen Jahren durch den Zwangsabstieg 2006 will der Verein nach 1985 und 1996 wieder den heiß begehrten Europapokal nach Hause holen. Turins Torwart Gianluigi Buffon sieht jedoch vor allem Lionel Messi als Außerirdischen und empfindet riesigen Respekt vor Barcelonas Sturm.

Infografik: die beiden CL Finalisten 2015 im direkten Vergleich

CL Finale 2015 Infografik

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